Nach Brexit: EU konzentriert sich auf sich

Nur weniger Tage nachdem die Briten für ihren Austritt aus der EU gestimmt haben, hat sich Bundeskanzlerin Merkel mit ihren Amtskollegen aus Frankreich und Italien sowie EU-Ratspräsident Tusk getroffen. Bei diesem Treffen wurde schnell klar, dass der Austritt der Briten aus der EU sicherlich für das Bündnis eine Rolle spielt, aber nicht die Hauptrolle:

Schließlich haben die Briten schon immer mit ihren Sonderwünschen Unruhe in in die EU gebracht: Margret Thatcher handelte bereits in den 80iger Jahren einen Sonderrabatt für die britischen EU-Beiträge aus, dann stellten sich  die Briten gegen das Schengen-Abkommen und selbst die Vorgaben für Hühnerställe störten sie.

Die EU tut gut daran, wenn sie das britische Störfeuer hinter sich lässt und sich darauf konzentriert, die 27 verbleibenden  Mitgliedstaaten auf  einen guten gemeinsamen Weg zu führen.

Es müssen neue Impulse in den  vier Kernbereichen Sicherheit, Beschäftigung, Jugend und Vertiefung der Eurozone gesetzt werden: Insbesondere gegen die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Europa will die EU etwas tun. Bis September sollen hier konkrete Vorschläge gemacht werden.

Während die EU konsequent an ihrer Weiterentwicklung arbeitet, müssen die Briten sehen, wie sie mit den künftigen Folgen des Referndums umgeht:

Die Ratingagentur S&P stuft jetzt die Kreditwürdigkeit Großbritanniens von der Bestnote AAA auf AA herab.

 

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